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Kommentar: Pabsch, tritt zurück!

2. November 2010

Als hätten wir es geahnt: Noch vorgestern polemisierten wir an dieser Stelle – ohne die Investition besonderer Mühen in eine tragfähige Argumentation – gegen den amtierenden StuPa-Präsidenten Séverin Pabsch. Und jetzt das…

Uns wurde via der Ratzplast-Privacybox ein Papier zugespielt, welches es in sich hat: Es reicht nicht, dass CampusGrün peinlicher Weise annimmt, dass die Farbe Grün mit irgendeinem Markenrecht verbunden sei – es geht noch härter. In dem uns zugespielten Papier fordert der derzeitige Anführer von StuPa-Präsidium und Juso(≠ Jungsozialist_innen)-Liste die Umbenennung von ganzen sieben ihm nicht opportunen Listen. Er reklamiert nach eigenem Dafürhalten diejenigen Listennamen, die „nicht der notwendigen politischen Neutralität entsprächen“.

Das ist ein Skandal!

Nicht nur, dass für verschiedene Listen unterschiedliche Kriterien angewandt werden (Pabschs „Jusos“ dürften, ginge es nach dem „Protest“ des Gutsherren, weiter den Slogan “für ein gebührenfreies Studium” im Namen tragen) – seine Einsprüche sind noch deutlicher antidemokratisch. Séverin Pabsch wendet sich nicht etwa gegen rassistische oder hetzerische Parolen in den Listennamen (das würden wir unterstützen, wenn es sie gäbe), sondern legt willkürlich für seine Gegner_innen von SDS/Regenbogen über alle Listen des BAE bis hin zum RCDS fest, dass an deren Benennung irgendetwas (was wiederum nur er allein versteht) nicht in Ordnung sei.

Es ist insbesondere ein Skandal, dass der amtierenden Präsident des Studierendenparlamentes einen solchen Text verfasst.

Wir können keine Rechtmäßigkeit seiner Forderungen erkennen. Es ist rundheraus abzulehen, dass irgendjemand diese aufstellt und wir sind uns sicher, dass dieses Vorgehen keinen Erfolg haben wird. Noch etwas kommt aber hinzu: Séverin Pabsch hätte jederzeit irgendjemanden darum bitten können, seinen (dümmlichen) Text zu unterzeichnen. Ein schmieriger, aber immerhin noch bewusster „Demokrat“ hätte zumindest dafür genügend Anstand gehabt.

Als Präsident des Studierendenparlaments ist unser Gutsherr zu einem Mindestmaß an Zurückhaltung insbesondere gegenüber seinen Gegner_innen (seien es rechte oder linke) und in formellen Fragen aufgefordert. Doch bar jedweder Contenance prügelt er mit den ihm zu Verfügung stehenden Machtmitteln gegen alles, was er nicht seinem Herrschaftsbereich eingliedern kann. Dieser Zustand ist unhaltbar!

Wir fordern Séverin Pabsch hiermit zum Rücktritt von seinem Präsidiumsamt auf.

Wir fordern die Listen des amtierenden Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) und insbesondere die „Juso Hochschulgruppe“ zu einer Distanzierung auf.

Appendix:
Liste der betroffenen Hochschulgruppen

  • harte zeiten – junge Sozialisten & Fachschaftsaktive
  • FachschaftsBündnis – Aktive für demokratische und kritische Hochschulen
  • Die Linke.SDS
  • Regenbogen/Alternative Linke
  • StuPa-Wahl-Hilfe!
  • Liste LINKS – Offene AusländerInnenliste * Linke Liste * andere Aktive
  • RCDS – CDU-Hochschulgruppe
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6 Kommentare leave one →
  1. Jan permalink
    3. November 2010 09:04

    Da das „so“ bei Juso-Hochschulgruppe für SozialistInnen bzw. Sozialdemokraten steht (je nachdem ob man sich am Bundes- oder Landesverband orientiert) und damit die von Severin verurteilte politische Willensbekundigung beinhaltet, schlage ich folgenden Ersatz vor: JU-Hochschulgruppe.

Trackbacks

  1. Dokumentiert: Skandal um Séverin Pabsch – Einsprüche von Rebo und SDS « stupanews by ratzplast
  2. Dokumentiert: Zur Freiheit der Namenswahl (Erklärung des RCDS) « stupanews by ratzplast
  3. Vor der StuPa-Wahl an der Uni Hamburg « Ratzplast
  4. Dokumentiert: Lupenrein demokratisch! (Entscheidung des Präsidiums zur Liste “StuPa-Wahl-Hilfe”) « stupanews by ratzplast
  5. Zur Freiheit der Namenswahl | RCDS an der Universität Hamburg

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