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Dokumentiert: Studierende erschreckt von Rassismen und Sexismen im AStA-Film (PM des Abendplenums)

4. Februar 2011

Pressemiteilung vom 04.02.2011 (PDF-Version):

Am Donnerstag, den 03.02.2011 fand um 19 Uhr im Abaton Kino die Premiere des AStA-Imagefilms „Inside AStA“ statt. Bereits der Ankündigungstext zum Film stieß bei den Studierenden der Universität Hamburg auf heftige Kritik. Schwarze Studierende, Hochschulpolitische Gruppen und Fachschaftsräte veröffentlichten Kritiken an den rassistischen Klischees im Einladungstext sowie den vorveröffentlichen Bildern.

Die Befürchtungen werden durch den gezeigten Kurzfilm noch übertroffen. Die Mehrheit der Zuschauer ist während und nach der Vorstellung sichtlich entsetzt und empört. Schwarze Frauen werden zu gewalttätigen und ungebildeten Reinigungskräften degradiert. Diesen Schwarzen Frauen wird im Film zusätzlich eine klischeehafte „afrikanische Folklore“ angedichtet, bevor sie als gewalttätige Gegenkräfte der „gebildeten weißen AStA-Leuten“ antreten. Auch andere Menschengruppen werden auf Klischees reduziert, beleidigt und lächerlich gemacht, z.B. Frauen, Homosexuelle, Wohnungslose, Werkstätige.

Bereits vor Filmbeginn tragen antirassistische und Schwarze Studierende ihre Argumente im Vorführungsraum gegen die mit Rassismen und Sexismen gefüllte Einladung im AStA-Newsletter vor. Auf Flyern des Black Students Network (BSN) wird der Rücktritt vom Kultursonderbeauftragen Timo Hempel (Juso-HSG) gefordert.

Nach dem Film entsteht aus der Empörung heraus eine spontane Diskussion aus den Zuschauerreihen. Nach heftiger Kritik an Timo Hempel und den AStA müssen die Zuschauer das Abaton für die nachfolgende Filmvorführung verlassen.

Es bildete sich ein studentisches Abendplenum um weiter darüber zu diskutieren. Nach Meinung der Studierenden ist es Aufgabe des AStA und der gesamten Verfassten Studierendenschaft, sich gegen diese rassistische Zuschreibungen und die Verhältnisse, die sie hervorbringen, zu stellen. Als Plenum stellen wir uns entschieden gegen dieses rassistische und sexistische Machtwerk. Wir als Studierende sind nicht damit einverstanden, dass mit unseren Geldern solche diskriminierenden Inhalte finanziert und verbreitet werden. Die Studierenden des Abendplenums kündigen im Bewusstsein der besonderen Verantwortung aus der Universitätsgeschichte heraus an, gemeinsam mit den diskriminierten Kommilitonen_innen gegen diesen Rassismus und allen weiteren Diskriminierungen anzugehen. Wir streiten für eine emanzipatorische Entwicklung für alle Menschen.

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Im Namen des Abendplenums vom 03.02.2011 um ca. 22:30 Uhr an der Universität Hamburg.

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