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Dokumentiert: Zum Thema Rassismus (Erklärung des kommissarischen AStA der UHH)

8. Februar 2011

Die durch den Film „Inside AStA“ vorgerufene wichtige Diskussion um Rassismus ist eine für eine gerechte Gesellschaft zwangsläufige. Nur durch einen zensurfreien Diskurs kann der Weg in eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft führen.

Für den AStA der Uni Hamburg gilt, dass Rassismus das gleichzeitige Wirken von Vorurteilen und einem ungleichen Machtverhältnis bezeichnet und nicht nur strikt abzulehnen, sondern auch aktiv gegen Rassismus eingetreten werden muss.

Wenn Vorurteile klar erkenntlich überspitzt und sterilisiert dargestellt werden und diese Einsicht zusätzlich durch filmtheoretische Betrachtung gestützt werden kann, kommuniziert der Film die Absurdität des Gezeigten und beschreibt damit sein differenziertes Gegenteil.

Der Film „Inside AStA“ wurde somit als nicht-rassistisch eingeordnet und wird in den nächsten Tagen auf der Homepage des AStA veröffentlicht.

Nur durch die vorherige Erkenntnis ist beispielsweise Kabarett, welches gerne politische Ereignisse kommentiert, generell möglich.

Unabhängig davon, bittet der AStA UHH alle Menschen, bei denen dieser Film für Missverständnis gesorgt hat, um Entschuldigung.

Bei der Premiere des Filmes im Abaton-Kino kam es zu weiteren Unklarheiten. Hierzu wurde in der Kritik vom eingetragenen Verein „der braune mob“ zurecht auf die Bezeichnung „Schwarzer / Weißer“ eingegangen. Hierzu ist ergänzend anzumerken, dass auch die Bezeichnung „Schwarzer / Weißer“ nicht abschließend unproblematisch ist, da auch Selbstbezeichnungen und die Bezeichnung eines Menschen mit einer vermuteten Selbstbezeichnung zu Schwierigkeiten mit anderen Menschen führen können. Diese Problematik ist weiterführend, wenn zum Beispiel bei der Bezeichnung eines Menschen als „Schwarzer / Weißer“ von diesem Menschen nicht ausgeschlossen wird, dass mit der Bezeichnung in der Gesellschaft verankerte Vorurteile gemeint sind. So kann in der Lebensrealität des Bezeichneten Rassismus stattfinden, ohne dass die Person, von der die Bezeichnung ausging, ein Rassist sein muss.

Dies macht klar, dass die Überwindung von Rassismus ein schwieriges und wichtiges Unterfangen ist und nur durch einen offenen Dialog ohne vorverurteilende Anschuldigungen zwischen Menschen geschehen kann.

Als AStA UHH haben wir uns in der vergangenen Legislatur für die Stärkung von Organen der Verfassten Studierendenschaft eingesetzt, die auch anti-rassistisch und anti-diskriminierend wirken. So wurde auf unser Hinwirken in unserer Legislatur wieder eine rechtmäßige und erfolgreiche Wahl des „Ausländer_Innenreferates“ durchgeführt oder die Etablierung von „Männertagen“ in der Universität Hamburg durchgesetzt.

Ohne die verschiedenen Formen der Diskriminierung gleichzusetzen, gilt für den AStA UHH der Maßstab, sich engagiert gegen jegliche Form von Diskriminierung einzusetzen.

Der AStA UHH

Quelle: Kommissarischer AStA UHH

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4 Kommentare leave one →
  1. Dr. med. A. Septik permalink
    8. Februar 2011 15:58

    „Wenn Vorurteile klar erkenntlich überspitzt und sterilisiert dargestellt werden […]“

    Wie sterilisiert ihr eure Vorurteile???
    Und was ist an sterilisierten Vorurteilen besser – keimfrei, oder zeugungsunfähig? 😉

    Außerdem ist nicht jede Überspitzung und STILISIERUNG von Vorurteilen als Kabarett oder gar Satire anzusehen. Oft genug handelt es sich um eine einfache Reproduktion, die das entsprechende Vorurteil einfach weiter verbreitet und durch aufgezwungene „Lustigkeit“ auch noch hoffähig macht.

    Mannmannmann – und der Verantwortliche hinter diesem Film (Timo Hempel) studiert wirklich Medien- und Kommunikationswissenschaften?
    Was kann der eigentlich noch alles nicht?

  2. Anno Nym permalink
    8. Februar 2011 19:04

    „Die durch den Film „Inside AStA“ vorgerufene wichtige Diskussion um Rassismus ist eine für eine gerechte Gesellschaft zwangsläufige. Nur durch einen zensurfreien Diskurs kann der Weg in eine offene, gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft führen.“

    Da hat der asta fleissig von BAE Flugblättern abgeschrieben.

Trackbacks

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  2. Dokumentiert: Das Black Students Network, der AStA der Uni Hamburg und 9 Minuten rassistisches Gedankengut – ein kurzer Überblick (Erklärung BSN) « StuPa-News

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